Installation von Subversion
Die Installation von Subversion ist ziemlich leicht. Trotzdem möchte ich die Gelegenheit nutzen, ein wenig mehr Hintergrund zu Subversion zu liefern.
Alles, was der Kommandozeilenfreund braucht, ist Subversion selbst. Die Download-Seite listet Links für alle möglichen Betriebssysteme, notfalls aber auch den Quellcode selbst zum selberkompilieren.
Installation von Subversion
Die Installation enthält dabei sowohl Programme zur Verwaltung des eigentlichen Software-Archiv (das Repository) als auch für den Zugriff darauf. Häh? Ja, eigentlich ganz leicht.
Einerseits müssen ja alle Dateien irgendwo gespeichert werden. Das ist das Repository. Dies wird eingerichtet und verwaltet mit dem Programm svnadmin. svnadmin help erläutert kurz die einzelnen Befehle.
Andererseits möchte man die Dateien aber auch bearbeiten. Dafür gibt es Arbeitskopien. Diese werden mithilfe des Programms svn mit dem Repository abgeglichen. svn help gibt einen Überblick über die Möglichkeiten.
Wem die Kommandozeile nicht so sehr gefällt, kann sich aber auch eine grafische Oberfläche holen, die dann meist auch einige weitere nützliche Funktionen mitbringt. Für Windows gibt es TortoiseSVN, welches sich nach der Installation wunderbar in das Kontextmenü und den Explorer integriert.
Für MacOS X gibt es—soweit ich weiß—svnX, weitere Links bietet die Subversionseite selbst.
nach der Installation
Um ein erstes Gefühl für Versionverwaltung zu bekommen, habe ich mir erstmal ein paar öffentlich zugängliche Subversionarchive angesehen.
Beispiele:
- Subversion Handbuch
Dabei habe ich zwei Sachen bemerkt, die ich unbedingt auch haben wollte:
- Zugriff über HTTP, am besten über den sowieso schon laufenden Apache-Server.
- Lese- und Schreibrechte für Benutzernamen, die via htaccess abgefragt wurden.
Außerdem habe ich durch das (durch reine Leserechte) gefahrlose Durchsehen der Archive Lust auf ein eigenes SVN-Repository bekommen. Und weil ich mittlerweile weiß, dass es für mich Vorteile hatte, die Lust drauf zu bekommen, empfehle ich auch euch, mal ein wenig in fremden Archiven zu stöbern. Sucht euch einfach ein Projekt, dass euch gefällt (bemerkenswert viele opensource-Projekte setzen mittlerweile auf Subversion) und schaut euch an, wie sich das Projektarchiv entwickelt hat.
subversiv und Subversion
Subversion ist als Ersatz für CVS, das Concurrent Versioning System angelegt. Es behebt zahlreiche Unzulanglichkeiten von CVS. In Subversion-Archiven werden beispielsweise nur Verzeichnisse und Dateien (und deren Änderungen, natürlich) gespeichert. Es gibt keine klaren Konzepte von Nebenzweigen, Hauptentwicklungslinie und gesonderten versionen. Jeder kann sich ein eigenes System überlegen, in welchen Verzeichnissen was gespeichert wird.
Ein schönes Beispiel dafür ist das Rails-Repository. Es enthält die üblichen Verzeichnisse trunk, tags und branches, aber auch zahlreiche weitere Verzeichnisse, die zwar nicht direkt RubyOnRails sind, aber in engem Zusammenhang dazu stehen.
Der Name “Subversion” ist dabei ein schönes Wortspiel. Zum einen enthält er das für Versionverwaltungen sehr wichtige Wort “Version”. Okay, soweit so einfach. Zum anderen bedeutet Subversion aber auch “Umsturz”, was wohl auf den angestrebten Ersatz für CVS, dem derzeit wohl am häufigsten eingesetzten Versionkontrollsystem, anspielt.
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