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Ruby – eine bessere Programmiersprache

Ein Blogpost von Michael Feathers hat mir in Erinnerung gerufen, warum ich heute lieber in Ruby als in anderen Sprache programmiere.

Ruby lässt einem alle Möglichkeiten offen, das zu tun, was man möchte (oder muss). Es ist durchaus möglich, jede andere Klasse gründlich zu untersuchen und zu verändern. Ich meine nicht, dass man sich den Quellcode anschaut. Das ist natürlich auch möglich, aber offensichtlich kein Sprachfeature. Vielmehr kann man zur Laufzeit eine beliebige Klasse nach den vorhandenen Methoden fragen und diese sogar ändern. Meist braucht man das nicht, aber das man so weit gehen kann, führt dazu, dass insbesondere einfachere Dinge ebenfalls möglich sind.

Wenn ich eine Sekundenzahl in eine Zeichenkette der Form HH:MM:SS bringen will, kann ich entweder eine Hilfsfunktion schreiben, der ich die Sekunden übergebe und die mir dann die formatierte Zeit zurückgibt. Oder ich erweitere die Klasse Integer, in der die Sekunden gespeichert werden, so, dass diese Klasse eine entsprechende Methode dafür anbietet. Ich will nicht darüber diskutieren, welcher Weg besser ist (oder ob man es so machen muss, dass man dafür extra eine Subklasse von Integer definiert). Alleine, dass man die Wahl hat, finde ich gut.

Interessant wird es jetzt genau ab dem Punkt, an dem man diese Wahl trifft. In vielen anderen Sprachen gibt es einen “richtigen” Weg, diese Entscheidung zu treffen. In Ruby treffe ich sie alleine anhand der tatsächlichen Anwendung. Und aufgrund der tatsächlichen Erfahrung ändere ich sie vielleicht wieder. Die Programmiersprache steht mir dabei aber nie im Weg.

Abgelegt in: Code,Gedanken
Veröffentlicht am 14.07.2009 um 08:10
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Mein Server hat, nebenbei gesagt, 0,295 Sekunden benötigt, das hier zu fabrizieren.
War aber nicht böse gemeint.